Modell rotDenkt man an Indian Summer, lange Herbstspaziergänge, knisterndes Kaminfeuer – dann ist man genau in der richtigen Stimmung für das Farbkonzept des nächsten Winters! Kraftvolle Beerentöne, warmes Rot, Orange und Grün bzw. Oliv wird kombiniert mit elegantem Camel und Grau in allen Schattierungen. Das macht Lust auf lässige Pullis, warme Strickjacken und – ganz aktuell - lange Strickröcke.
Die Schnitte sind bequem, gern auch etwas over-sized und so für den “Zwiebellook” in der kalten Jahreszeit auf jeden Fall genau richtig. Die Formen werden kastig, leger und sind auch für Strickanfänger keine Herausforderung. Dauerbrenner bleiben Loops, Mützen und der weite Rollkragen ist tatsächlich zurück.
Bei den Mustern sind Zöpfe, Patent und Strukturmuster ziemlich weit vorne. Aber auch wer mehrfarbige Designs wie Intarsien, Karos oder Norwegermuster mag, wird bei den neuen Modellen garantiert ein Lieblingsstück finden.
Auf den Laufstegen von New York, Berlin, Mailand war Rot die unbestrittene Mode- und Trendfarbe für den Winter 2017/18. Wem dies für den Alltag zu heftig ist, mag sich auf „Tawny Port“, ein Bordeauxton und eine weitere Trendfarbe der Saison verlegen. Unumgänglich diesen Winter Grüntöne, vor allem Oliv in allen Schattierungen bis zu Kakhi.
Aber auch für den blonden Teil der Modeinteressierten ist nichts verloren. Blau bleibt weiter voll im Trend oft kombiniert mit den neuen Brauntönen oder Nute.
Die neuen Farb- und Mustertrends zeigen sich übrigens nicht nur in der Mode, auch bei Kissen, Decken und Home-Accessoires bleibt es schön "griffig".
Kuschelig, flauschig, edel, manchmal ein bisschen glitzerig – einmal anfassen und man ist hin und weg.
Der Strick-Winter 2017/18 verwöhnt mit Kaschmir, Alpaka und dem absoluten Must-have Mohair. Ob fluffig-leicht, samtig-weich oder in einer tollen Tweedoptik - die neuen Garne bieten Strukturen und eine wunderbar weiche Haptik. Für etwas Glitzer im Alltag sorgen dezente Metallic-Effekte und fantasievolle Farbverlaufoptiken, die sich mit Wohlfühl-Softgarnen und natürlich auch den beliebten Garnklassikern perfekt kombinieren lassen.
Noch was zum Verlieben sind die neuen Verlaufsgarne – mit regelmäßig oder unregel-mäßigen Farbstreifen oder harmonischem Degradé-Farbspiel.
Farbverlaufsgarne, der große Trend im kommenden Winter, geben wie von selbst, jedem Strickstück einen tollen und einzigartigen Effekt.

bunt

 

 HITCHING – Handwerkskunst aus USA

Viele Menschen schlafen darauf, streichen oder säubern damit Ihre Wohnungen. Man bespannt damit Streichinstrumente und früher fertigte man daraus Netze und Angelschnüre.Die Rede ist von Rosshaar, ein ganz erstaunlicher nachwachsender Rohstoff: fest und doch weich, formbeständig und doch anschmiegsam.
Es lassen sich daraus dauerhafte Nutz- und Schmuckgegenstände mit einzigartigem Charme herstellen.


Schon die Urvölker aus vorchristlicher Zeit haben Schmuck aus Tierhaaren gefertigt. Eine der ältesten bekannten Arten Schmuck aus Pferdehaaren herzustellen, kommt von den indigenen Volksgruppen Nordamerikas, die Pferdehaare kunstvoll verwoben haben. Heute ist dieses Handwerk als „hitchen“ bekannt und wird in Amerika von den „Cowboys“ noch immer kultiviert.
In den Zeiten, in denen Pferd und Wagen noch zum Arbeitsalltag gehörten, wurden Rosshaar - Zaumzeuge in den Vereinigten Staaten auch von Gefängnisinsassen gefertigt.
Beim Hitching sind Kreativität, Sorgfalt, Farbgefühl und Ausdauer gefragt. Es werden kleine Haarbündel schlauchförmig um einen Stock gearbeitet, wobei die Vielfalt der Muster durch das Einarbeiten verschiedenfarbiger Haarstränge entsteht. Durchschnittlich benötigt man 40 - 60 Arbeitsstunden, um die sorgfältig sortierten und eigens gefärbten Schweifhaare zu einen fertigen Gürtel zu hitchen. Für eine Armreif oder Kette ca. 10 bzw. 20 Stunden.IMG 4935
Diese besondere Kunst der Verarbeitung, sowie auch das Verflechten von Schweifhaaren, praktiziert Cornelia Lienhardt aus Schwabach seit 25 Jahren. Unter ihren Händen entstehen einzigartige Unikate die die faszinierenden Eigenschaften des Materials wie edler Glanz, wunderbarer Griff und Farbigkeit bei gleichzeitiger Festigkeit und Elastizität zur Geltung bringen.

Cornelia Lienhardt fertigt aus diesem nachwachsenden Naturprodukt nicht nur Zaumzeug und Gerten für anspruchsvolle Reiter sondern auch Gürtel, Hutbänder und einzigartigen Schmuck.
Aus Anlass der 900 Jahrfeier der Goldschlägerstadt Schwabach hat sie bei einigen Armbänder und Halsreifen das Pferdeschweifhaar mit Goldfäden kombiniert. Die gewünschten Schmuck- oder Gebrauchsartikel fertigt Frau Lienhardt auch aus den Haaren eigener Pferde.

Einen Teil ihrer Werke können Sie vom 20.07. bis 31.08.2017 als Ausstellung bei FILART-Handarbeiten, Neutorstr.1a in Schwabach bewundern.

 

Hitching 

 

Die heilsame und entspannende Wirkung des Strickens!


buchAutorin Betsan Corkhill, Physiotherapeutin mit langjähriger Klinikerfahrung, entdeckte das Stricken als Therapie. Die Ergebnisse ihrer Studie mit über 3500 Patienten präsentiert sie in ihrem Buch „Mit Stricken gesund und glücklich werden“.
Stricken alleine und vor allem auch in der Gruppe fördert nicht nur Gesundheit und Wohlbefinden, sondern unterstützt Patienten mit den verschiedensten Krankheitsbildern bei der Genesung.

Die verborgende Kraft der Handgelenke beeinflusst das Gehirn. Sie fördert zum einen das Wohlbefinden und zum anderen die Gesundheit. Beim Stricken erreicht der Geist seinen natürlichen Zustand. Man schaltet ab, vergisst den Stress und beugt Krankheiten vor. Kopf und Körper sind im Einklang miteinander.
In ihrem fast 200 seitigen Buch betont Betsan Corkhill die meditativen Aspekte des Strickens, »die vermutlich von dessen beidseitigen, rhythmischen und automatischen Bewegungen herrühren«. Die englische Schmerztherapeutin und Physiotherapeutin bringt ihre Patienten bereits seit einigen Jahren an die Nadel und berichtet von einem ganzen Bündel heilwirksamer Effekte. Wie etwa die Schmerzlinderung und ein Anheben des Selbstwertgefühls. Eine depressive Frau schrieb der Therapeutin »Stricken ist für mich ein sicherer Ort. Es hilft mir, gesund zu werden.«

Nebenwirkungen sind beim Stricken nicht zu befürchten, auch wenn einige passionierte Anwender sich scherzhaft als »stricksüchtig« bezeichnen. Problematisch ist jedoch, dass die Heileffekte praktisch an jedem Zweiten vorbeigehen, weil Stricken so gut wie nur von Frauen betrieben wird. Was nicht nur schade, sondern auch ein historisches Missverständnis ist. »Denn Stricken ist ursprünglich eine männliche Beschäftigung und wurde erst nach dem ersten Weltkrieg zur Frauensache«, erklärt Corkhill. Vermutlich wurde es dereinst von Fischern erfunden, um die Netze zu knüpfen.                                                           LG SarahWiener M12 087

7 Gründe warum Stricken gesund ist.

1. Stricken baut Stress ab.
Dr. Herbert Benson von der Medical School in Harvard hat festgestellt, dass das Stricken beruhigt und Stress abbaut. Ähnlich wie beim Beten, bei Yoga oder beim Meditieren können die Gedanken beim Stricken abschweifen. Die Mischung aus rhythmischen Bewegungen, monotonen Abläufen und dem Klappern der Nadeln hat eine Wirkung, die mit der eines Mantras vergleichbar ist.

2. Stricken ist Training für beide Gehirnhälften.
Beim Stricken werden beide Hirnhälften in Anspruch genommen. So muss die eine Hirnhälfte die Bewegungen der Hände steuern und koordinieren. Gleichzeitig ist die andere Hirnhälfte in Sachen Konzentrationsfähigkeit, logisches Denkvermögen und Vorstellungskraft gefragt.
An der Universität Cardiff wurde eine Studie zum Thema Stricken und Gedächtnis durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass vorhandenes Wissen besser abgerufen werden kann, wenn gleichzeitig dabei gestrickt wird.

o3. Stricken hilft bei Schlafproblemen.
Beim Stricken sinken der Blutdruck und der Puls. Zudem entspannt das Stricken und hilft dabei, den Stress und die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen. Beim Stricken kann man abschalten. Dies wiederum wirkt sich günstig aus, wenn man Probleme beim Ein- und Durchschlafen hat.

4. Stricken trainiert die Fingermuskulatur.
Das Zusammenspiel beider Hände und die Bewegungen der Finger sind ein gutes Training für die Hand- und Fingermuskulatur und damit auch für die Feinmotorik. Sogar bei entzündlichen Erkrankungen der Gelenke (wie etwa bei Rheuma) oder bei Nervenschädigungen kann das Stricken eine ideale Therapie sein.10991055 802822733122586 3364045377395096041 n

5. Stricken fördert Kreativität und Individualität.
Beim Stricken werden individuelle Einzelstücke angefertigt und jedes Stück entsteht nur 1x. Gleichzeitig ermöglicht das Stricken eigenen Ideen umzusetzen.

6. Stricken trainiert das Durchhaltevermögen und fördert die Konzentration.
Es dauert immer seine Zeit, bis eine Strickarbeit fertig gestellt ist. Manchmal sind es zwar nur ein paar Stunden, manchmal werkelt man aber wochenlang an einer Strickarbeit. Allerdings sind gerade größere und aufwändigere Strickstücke ein ideales Training für das Durchhaltevermögen und steigert die Geduldsleistung.
Obwohl das Stricken selbst aus recht monotone Bewegungen besteht muss man sich besonders bei aufwendigen Mustern stets konzentrieren. Auch Zu- und Abnahmen, das Aufnehmen und Abketten der Maschen oder das Zusammennähen von Strickstücken erfordert Aufmerksamkeit. Deshalb ist das Stricken eine sehr gute Übung für die Konzentrationsfähigkeit.

7. Stricken stärkt das Selbstvertrauen und macht glücklich.
Eine grandiose Sache beim Stricken ist das visuelle Feedback. Jede Masche ist ein Schritt zur Fertigstellung einer Reihe und damit des gesamten Projekts.
Ein gelungenes selbst hergestelltes Teil macht zu Recht glücklich und stolz. Gleichzeitig wächst auch das Selbstvertrauen, wenn ein Ziel erreicht und eine Aufgabe erfolgreich gemeistert wurde.
In den USA raten Ärzte schwerkranken Patienten immer wieder dazu, zu Wolle und Stricknadeln zu greifen. Das Stricken lenkt ab, beschäftigt und hilft so dabei, die schwere Zeit zu überstehen. Ist eine Strickarbeit fertig gestellt, schüttet das Gehirn als Belohnung außerdem jede Menge Glückshormone aus. In psychologischen Studien wurde aber nicht nur festgestellt, dass Menschen, die sich Handarbeiten widmen, glücklicher sind. Stattdessen hilft das Stricken auch dabei, sich Aufgaben zu stellen, sich klare Ziele zu setzen und diese Ziele konsequent zu verfolgen.

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