Geschichte der Goldschlägerei in Schwabach


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Schon vor 5000 Jahren schlugen die Ägypter Gold so dünn, dass sie damit Götterfiguren, Sagrophage und Mumien vergolden konnten. In Europa ist die Herstellung des Blattgoldes seit der Antike bekannt.
Im Mittelalter wurde das Handwerk zunächst von Mönchen, dann von selbstständigen Handwerkern ausgeübt. Neben Augsburg und Nürnberg wird bald auch Schwabach eine der wichtigsten Städte, in denen Blattgold geschlagen wird. Hier fanden sie ideale Voraussetzungen, denn für die Herstellung von Blattgold wird ein relativ ausgeglichenes Klima benötigt, welches Schwabach durch seine Kessellage und seinen sandigen Untergrund bietet.
Anfang des 20. Jahrhunderts erreichte das Goldschlägerhandwerk in Schwabach seine größte Blüte. Zu dieser Zeit beschäftigten rund 130 Betriebe etwa 1200 Personen. Heute existieren in Schwabach noch 5 Goldschlägerwerkstätten, eine Zahl, die europaweit einzigartig ist.

 

 

 

Stricken15873357 1690124951279636 3108739382306388363 n im Zeichen des GoldesDSC00469

                                                                                                        Schwabach ist weit über seine Grenzen als die Goldschläger-Stadt bekannt, so ist es nur selbstverständlich, dass man bei einem Gang durch die Stadt überall auf das Thema Gold stößt. So manches ist davon auch gestrickt oder gehäkelt.
Was, wenn auch teils als „Guerilla-Knitting“ angebracht, von Seiten der Stadtverwaltung durch aus als Kunst akzeptiert wird.

 



 

Gold kann man nicht nur scBrücke 003hlagen sondern auch verspinnen.
Somit ist der Weg zum Verstricken oder Verhäkeln nicht weit.
Bei der Kunst-Biennale Ortung 2011 wurde die zweibogigen Sandsteinbrücke an der Wöhrwiese von dem Radenauer Häkelkreis komplett eingehäkelt.

Selten haben Frauen mit ihrer „Handarbeit“ so viel Aufsehen erregt.

Der besondere Charme dieser Kunst-Biennale liegt nicht zuletzt in der Präsentation der Kunstwerke. 20-25 Künstler und Künstlerinnen gestalten bzw. bestücken Alltags- und Kulturräume der Schwabacher Innenstadt wie Gewölbekeller, Dachböden, Grünflächen aber auch Kirchen und Galerien mit Ihren Werken. So werden oft alltägliche Räume und Plätze zu Showrooms und Galerien. Das Resultat ist ein begeh- und erlebbarer Kunst-Parcours.
Die Kunst, egal aus welcher handwerklichen Technik sie entstanden ist, muss dabei immer eine Beziehung zum Thema „Gold“ haben. Die Schwabacher Tradition des Blattgoldschlagens soll hier ihren Niederschlag finden.                     DSC03271

Auch 2017 haben 2 Künstlerinnen ein Häkelprojekt initiiert bei welchem alle Schwabacher Bürger zum mittmachen bzw. mithäkeln aufgerufen wurden.  900xx

 

 

 

 

 

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